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Bluthochdruck:

Bei den meisten Patienten (80%) wird sich trotz sorgfältiger Untersuchung keine fassbare Ursache für den Bluthochdruck ermitteln lassen. Bei den restlichen 20% können durchaus Durchblutungsstörungen der Nierenschlagader oder des Nierengewebes den Bluthochdruck verursachen. Vor allem wenn es zu einem plötzlich einsetzenden Bluthochdruck in jungen Jahren, oder im Alter über 65 kommt, sollte eine Nierenschlagadereinengung (Nierenarterienstenose) ausgeschlossen werden. Auch wenn es unter der Medikation trotz Einsatz mehrerer verschiedener Medikamente zu keiner zufriedenstellenden Blutdruckeinstellung kommt, sollte an eine Durchblutungsstörung der Niere gedacht werden.

Nierenfunktionsstörung:

Zeigen sich im Labor bereits erhöhte sog. Nierenwerte, muss man davon ausgehen, dass bereits über 50% der Nierenfunktion eingeschränkt ist. Eine mögliche Ursache ist eine Nierendurchblutungsstörung, besonders wenn bereits in anderen Gefäßgebieten (Hirnschlagadern, Herzschlagadern, Beinschlagadern) Durchblutungsstörungen bekannt sind, sollte nach behandelbaren Nierendurchblutungsstörungen gesucht werden.

 

Pulsierende Missempfindungen im Bauchraum:

Zwischen der Wirbelsäule und dem hinteren Bauchfell zieht die große Bauchschlagader (Aorta) vom Herzen in das Becken, um sich dort in die beiden Beinschlagadern aufzuteilen. Die Bauchschlagader kann durch entzündliche Veränderungen, aber auch durch andere Wandstrukturstörungen oder Verletzungen geschädigt sein und sich erweitern. Überschreitet sie dabei den Durchmesser von 3cm, sprechen wir von einem Aneurysma. Diese krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader ist manchmal zu tasten. Häufig ist es allerdings ein Zufallsbefund beim allgemeinen Bauchultraschall. Da solche Veränderungen mit zunehmender Größe zum Platzen neigen, sollten sie regelmäßig kontrolliert werden, um rechtzeitig eine Behandlung einzuleiten.

 

Bauchschmerzen nach Mahlzeiten:

Die Darmschlagadern gehen von der großen Bauchschlagader (Aorta) ab. An den Abgangsstellen, aber auch im weiteren Verlauf können Einengungen der Gefäße bestehen, die bei erhöhtem Durchblutungsbedarf nach Mahlzeiten zu Schmerzen führen. In ihrem Abgangsbereich sind sie auch mit Ultraschallverfahren oft darstellbar und können dann einer Behandlung zugeführt werden.