Hals / Kopf                                                             << zurück

Schwindel:

Schwindelerscheinungen können vielfältige Ursachen haben. Dabei ist es wichtig zwischen einem Drehschwindel, einem Schwankschwindel, einem Unsicherheitsgefühl und anderen Formen zu unterscheiden. Gefäßerkrankungen können dabei im Sinne von Durchblutungsstörungen bestimmter Anteile des Gehirns oder des Gleichgewichtsorganes auftreten. Auch Veränderungen der Venen mit Versacken des Blutes in großen Krampfadern können Schwindelzustände auslösen. Bei Durchblutungsstörungen der Schulterschlagadern kann dem Gehirn bei Belastung des durchblutungsgestörten Armes Blut entzogen werden (Subclavian-Steal-Syndrom) und hierüber eine Schwindelsymptomatik auftreten.

 

Lähmungserscheinungen:

Bei Durchblutungsstörungen des Gehirnes können bestimmte Zellgruppen ihre Funktion nicht mehr erfüllen und die betroffenen Gliedmaßen oder Muskelgruppen zeigen Lähmungen oder Empfindungsstörungen. Dies kann auch nur kurzfristig für einige Minuten oder Stunden bestehen und sich dann vollständig rückbilden. Besonders solche Episoden sollten dringend und rasch abgeklärt werden, um mögliche dauerhafte Lähmungen (Schlaganfall) zu verhindern.

 

Sehstörungen:

Durch eine Durchblutungsstörung des Hirnanteils (Sehrinde), mit dem wir die Informationen der Augen verarbeiten, können vorübergehende oder bleibende Sehstörungen auftreten. Auch durch eine direkte Durchblutungsstörung des Auges kann ein Sehverlust entstehen (Amaurosis fugax). Auch dies hat als Schlaganfallvorbote, oder Schlaganfallszeichen einen hohen Stellenwert.

 

Gedächtsnissstörungen / Wesensveränderungen:

Minderungen der Gedächtnissleistung oder auch allgemeiner Abbau (volkstümlich Verkalkung) sind häufig durch allgemeine, altersbedingte Einschränkungen der Nervenzellleistungen verursacht. Auch eine Anzahl von Stoffwechselerkrankungen können solche Beschwerden vorzeitig eintreten lassen. Allerdings kommen auch Durchblutungsstörungen in bestimmten Hirnbereichen als mögliche Ursache in Frage.

 

Ohrgeräusche (Tinnitus):

Die Ursachen für einen Tinnitus sind vielfältig und oft nicht näher einzugrenzen. Auch Durchblutungsstörungen der kleinen Kapillargefäße im Bereich des Innenohres werden verantwortlich gemacht. Diese Gefäße sind bildgebend nicht darzustellen. Es sollte allerdings, vor allem wenn es sich um pulssynchrone Ohrgeräusche handelt, eine Darstellung der größeren hirnversorgenden Schlagadern vorgenommen werden, um krankhafte Erweiterungen, Schlingenbildungen oder Kurzschlussverbindungen zwischen Schlagadern und Venen auszuschließen.